Фильм о Костромской области

Romanow-Festival 2012

Im Jahr 2013 begeht Russland ein denkwürdiges Datum – 400 Jahre Haus Romanow und Wiederherstellung der russischen Staatlichkeit. Die Stadt Kostroma, die man mit Recht als «Wiege» der Romanow-Dynastie bezeichnet, wird bei diesen Feierlichkeiten einen würdigen Platz unter den bedeutendsten russischen Städten einnehmen. Denn gerade in dieser Stadt, in den Gemäuern des Ipatios-Klosters war der junge Michail Romanow – der Begründer der Dynastie - zum Herrscher des russischen Staates ernannt worden. Seine Berufung auf den russischen Thron brachte die Beendigung der sogenannten Smuta (der Zeit der Wirren) und leitete den weiteren Aufstieg Russlands zu einer Großmacht ein, wobei Kostroma in den Mittelpunkt der wichtigen Ereignisse in der Geschichte des Russischen Staates rückte. Seit dieser Zeit pflegten jeder russische Zar und die Mitglieder der Zarenfamilie mindestens einmal die Stadt zu besuchen.

Jeder, der seine Heimat liebt und ihre historische Vergangenheit würdigt, hat heutzutage die Gelegenheit, sie tatsächlich zu erfahren, indem er das Ipatios-Kloster und Romanow Palais besucht, wo im XVII. Jahrhundert der künftige Zar mit seiner Mutter Marfa Zuflucht fand. Oder er besucht die Museen, in deren Ausstellungen den Besuchern über die Verbindung unserer Region zu Romanow-Dynastie erzählt wird. Dies alles gibt einem die Gelegenheit, sich in die Atmosphäre des mittelalterlichen Russlands zu vertiefen, ihre Geschichte nach zu erleben und zugleich den Stolz auf seine Heimat zu empfinden!

Zum Andenken an diese historischen Ereignisse findet in Kostroma Ende Februar-Anfang März das jährliche Romanow-Festival statt. Die wichtigsten Vorhaben des Festivals sind:

-) die Aktualisierung des umfangreichen kulturellen Erbes, das uns die Romanow-Epoche hinterlassen hat,

-) die Wiederherstellung der historischen Kontinuität und

-) die Hinwendung zu den Symbolen und den Lehren der Vergangenheit, die unser Volk im Laufe der Geschichte immer veranlassten, sich angesichts der anfallenden Schwierigkeiten zu einigen. Denn gerade in der Einigkeit fanden unsere Vorfahren ihre Rettung in den Zeiten der Wirren, wie im Jahr 1613, wo sie dem jungen Michail Romanow den russischen Thron angeboten haben, um gemeinsam den ruinierten Staat wiederaufzubauen.

Das Romanow-Festival ist inzwischen zu einem breit angelegten Kulturereignis geworden, worauf die Einwohner von Kostroma mit größtem Interesse warten. Das vielfältige, inhaltsvolle Festival-Programm bietet die Gelegenheit, an die Ursprünge der russischen Geschichte zurückzukommen. Es beinhaltet eine Reihe von bedeutsamen Projekten aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Ausbildung und Sport, die sowohl regional wie auch überregional, aber auch auf internationaler Ebene durchgeführt werden.

Es sind:

-) Der Zeichen-und Malwettbewerb “Der Stern von Bethlehem“, der unter den Kindern und Jugendlichen ausgetragen wird. Diese künstlerische Veranstaltung trägt dazu bei, sie an das vaterländische geistige Erbe, sowie an die Traditionen der griechisch-ortodoxen Kultur heranzuführen, sowie moralische und familiäre Werte zu vermitteln.

-) Das Gelände-Autorennen „Sussanin-Trofy“ organisiert man für die Besitzer von Allradwagen, die den Breitensport allen anderen Sportarten vorziehen.

   

-) Das internationale Etappenrennen „Nördliche Hoffung“ wird vom Schlittenhundesportverband von Kostroma ausgetragen. Die Besitzer von sibirischen Huskies bestreiten im Wettrennen, wer im Lauf und im Gespannlenken der beste ist.

   

-) Das Jugendworkshop „Patriot“. Hierzu werden vor allem die Studenten und Oberschüler eingeladen. Sein breites Programm bietet den Jugendlichen die Gelegenheit eine Menge nützlicher Kenntnisse aus verschiedenen Themenbereichen zu gewinnen: von den Informationen, wie man ein eigenes Geschäft gründet und führt, bis zu den Sachkenntnissen in der Verwaltung der Staatsbehörden.

   

-) Literarische Woche ist eine Reihe von wissenschaftlich-praxisbezogener Seminaren, Round-Table-Konferenzen, Vorlesungen, sowie Präsentationen der Periodika.

-) Die Kreuzprozession zu Ehren der wunderwirkenden Ikone Fjodorowskaja Mutter Gottes wird für die Gläubigen von der russisch-orthodoxen Kirche zelebriert.

-) Die Ausstellung der Schmuckstücke aus der Sammlung des Fabergé-Museums in Baden-Baden (Deutschland) für die Kenner der Hohen Kunst des kunstvollen und opulenten Werkes dieses weltberühmten Meisters.

   

-) Der sogenannte Gouverneurs-Ball ist die karitative Veranstaltung, die in Form eines festlichen Tanzabends die Atmosphäre eines Hofballs aus dem XVII-XIX. Jahrhundert vergegenwärtigt. Die Geldspenden, die an diesem Tanzabend gesammelt werden, gehen auf die Kontos der Sozialeinrichtungen.

-) Romanow-Lesungen – die wissenschaftliche Konferenz, an der die Historiker, Heimatkundler, Kulturwissenschaftler aus Moskau, Sankt-Petersburg, Kostroma und anderen Regionen des Zentralrusslands zusammenkommen. Die Thematik der wissenschaftlichen Forschungsdiskussionen wird jährlich erneuert. Was immer bleibt, ist die 300-jährige Regierungszeit der Romanow-Dynastie und ihre Auswirkung auf allseitige Entwicklung der russischen Gesellschaft.

-) Die theatralische Kurzaufführung „Der Historische Tag“ läuft vor den Mauern des Ipatios-Kloster der Heiligen Dreifaltigkeit ab, das im Jahr 1613 zum Schauplatz der historischen Begebenheiten wurde. Die Inszenierung jener denkwürdigen Ereignisse, dargeboten von den Schauspielern des Staatlichen Drama-Theaters von Kostroma schließt das Festival-Programm ab. Am gleichen Tag wird von der Stadtverwaltung ein traditionelles Volksfest ausgerichtet und nachts ein feierliches Feuerwerk gezündet.

   

Das Festival-Programm, das zum größten Teil aus den traditionellen Veranstaltungen besteht, wird vom Organisationskomitee ständig erweitert. So, zum Beispiel, im Frühling 2011 wurde den Festival-Besuchern die Ausstellung von Aquarellen der Großfürstin Olga Aleksandrovna (jüngere Tochter des Kaisers Aleksander III.) als zusätzliche Veranstaltung angeboten. In mehr als 100 Gemälden präsentierte sich die ganze Schaffenszeit der Malerin.

Die Teilnahme an dem Romanow-Festival bietet den Einwohnern von Kostroma und den Gästen unserer Stadt die einmalige Gelegenheit an, nicht nur ein ästhetisches Vergnügen zu bekommen von dem, was man sieht und hört, sondern sich als Beteiligter jener historischen Ereignisse gegenwärtig zu sein, die vor 400 Jahren russische Geschichte nachhaltig verändert haben.

 

Романовский фестиваль 2012

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